Loop 5

FeSM war auch dabei 

Pressemitteilung Sozialverband VdK Hessen-Thüringen

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Aktionstag im Loop 5 war ein voller Erfolg!

 Der Sozialverband VdK Hessen – Thüringen, Kreisverband Darmstadt Stadt und Land, führte am 05. Mai 2012 von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr einen Aktionstag im Loop 5 in Weiterstadt durch. Die Aktion Mensch unterstützte den Tag mit zusätzlichem Informationsmaterial.

Diese Veranstaltung war ein voller Erfolg.

 

Der Kreisvorsitzende Hermann Schuchardt sagte: „Es ist uns mit diesem Aktionstag gelungen, einige Besucher für die Probleme behinderter Menschen zu sensibilisieren und damit einige Barrieren in den Köpfen der Menschen abzubauen. Das in der UNBehindertenrechtskonvention geforderte Leitbild der Inklusion bedeutet, dass kein Mensch ausgeschlossen, ausgegrenzt oder an den Rand gedrängt werden darf – und das gilt für alle Bereiche des Lebens. Inklusion ist ein Menschenrecht! Und dafür, dass dies auch umgesetzt wird, dafür kämpfen wir auf allen Ebenen.“

 

Udo Schlitt, Landesvorsitzender des Sozialverbandes VdK Hessen-Thüringen und Vizepräsident des Sozialverbandes VdK Deutschland, betonte in seinem Grußwort als Schirmherr: „Barrierefreiheit ist ein Thema, dass uns alle angeht und gerade in einer älter werdenden Gesellschaft immer wichtiger wird. Eine barrierefreie Umwelt ist nicht nur behindertengerecht, sondern ganz allgemein menschengerecht und kommt allen Menschen zugute. Ein barrierefreier Einstieg in den Zug, die Straßenbahn, den Bus oder breitere Türen erleichtert nicht nur Menschen mit Behinderung oder älteren Menschen die Mobilität, sondern auch jungen Eltern mit Kindern. Jeder von uns kann von heute auf morgen aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls in der Mobilität eingeschränkt sein, sei es dauerhaft oder nur vorübergehend. In einem solchen Falle ist man zwingend auf eine barrierefreie Umwelt angewiesen. Deswegen setzt sich der Sozialverband VdK HessenThüringen schon seit Jahrzehnten für eine barrierefreie Gesellschaft ein. Bereits im Jahre 1986 wurde die Plakette „Barrierefrei erbaut“ ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für barrierefreies Bauen bei privaten wie öffentlichen Bauherren zu schärfen.“

 

Ziel des Aktionstages war, in der Bevölkerung das Gespür für Barrierefreiheit und für die Belange von behinderten Menschen zu wecken. Besonders wurde auch auf die “unsichtbaren Barrieren“ hingewiesen. Die baulichen Barrieren, wie Treppen und hohen Stufen, sind für Rollstuhlfahrer und für Benutzer von Rollatoren erhebliche Hindernisse, ebenso für gehbehinderte Senioren. Dabei dürfen aber auch sinnesbehinderte Menschen nicht vergessen erden, z.B. hörbehinderte, sehbehinderte und geistig Behinderte. Wenn jemand nichts hört, ist er neben Lautsprecherdurchsagen vor allem auch auf optische Signale angewiesen. Blinde benötigen Texte auch in Blindenschrift oder zusätzliche akustische Hinweise. Für geistig Behinderte müssen schwierige Texte, wie Gesetze, in leichte Sprache übersetzt werden. Das sind nur einige wenige Beispiele.

 

Neben dem Sozialverband VdK waren noch das Ohlystift (AWO) in Weiterstadt-Gräfenhausen, FeSM e.V. (Für ein Sozialeres Miteinander e.V.), die Bahnhofsmission Mobil Darmstadt, die Johanniter Unfallhilfe (JUH) mit dem behindertengerechten Krankenwagen und die Firma Hansel aus Groß-Bieberau mit einem Rollstuhltaxi.

 

An den Ständen herrschte zeitweise großer Andrang. Beim VdK gab es auch an einem gesonderten Tisch die Möglichkeit zu Einzelberatungen. Mit dem Kreisvorsitzenden Hermann Schuchardt und seinen Stellvertretern Heinz Jung und Ludwig Koch waren auch die Berater der Kreisgeschäftsstelle anwesend. Teilweise wurde das Beratungsangebot direkt angenommen. Andere Besucher haben angekündigt, in die Sprechstunden der Kreisgeschäftsstelle zu kommen.

 

Auch die DaDiNa hatte den Aktionstag mit folgender Sonderregelung unterstützt:

Am Aktionstag 05.05.2012 werden die Linien 675 und 5513 ausnahmsweise in beiden Richtungen ganztägig an der Haltestelle „Einkaufszentrum“ im Ortsteil Weiterstadt-Riedbahn halten, um einen behindertengerechten Ein- und Ausstieg zu ermöglichen. Auf beiden Linien fahren Niederflurbusse, zum Teil mit Rampen.

Norbert Baron, Beauftragter für Barrierefreiheit im VdK Kreisverband erklärte, dass dies eine Dauerlösung werden sollte.

 

Verantwortlich: Thomas Meyer, Pressebeauftragter des Kreisverbandes

 


 

Liebe Mitbürger/innen

Wo gibt es Barrieren in Gräfenhausen ?

Sie haben eine Möglichkeit Diese aufzuzeigen

Wann: Mittwoch, 9.5.2012, 10:00 - 12:00

Wo: an der Aktionswand Metzgerei Knauf